Ironman 70.3 Worldchampionship 2009

14 November 2009 4 Uhr 15. Der Wecker klingelt, wie vom Blitz getroffen schieße ich aus dem Bett hinaus auf den Balkon um die Wetterlage zu erkunden. Nach den letzten drei, wettertechnisch nicht so guten Tagen, erwartete mich ein ganz ungewöhnliches Bild. Absolute - und ich meine wirklich absolute - Windstille und äußerst milde Temperaturen, vor allem schon um diese Uhrzeit, überraschten mich dann doch schon etwas. Es sah so aus, als ob die amerikanischen Wetterfrösche doch recht behalten sollten und sich die letzten Nachwehen von Wirbelsturm "Ida" endgültig aus Clearwater verabschiedet haben.

Der Rest des Morgens verlief, wie bei jedem Rennen, nach Schema F ab. Frühstücken, die letzten Kleinigkeiten zusammenpacken und um kurz vor fünf ging es dann auch schon ab in die Wechselzone. Auch hier ging alles seinen gewohnten Weg. Schlauchreifen aufpumpen und Radschuhe befestigen, Rad mit Getränken und Nahrung versehen sowie ein letztes Mal die Wege in der Wechselzone abgehen. Da mein Rad gleich neben dem Penalty-Zelt seinen Standplatz hatte, sollte es eigentlich sehr leicht zu finden sein. Wenn ich da nur schon gewusst hätte...


Mit einigen Minuten Verspätung erfolgte dann der Start der 4. Auflage der Ironman 70.3 Worldchampionships. Als erste Startwelle gingen die Profi-Damen ins Rennen, gefolgt von den Profi-Herren rund acht Minuten danach. Der Schwimmstart wurde auf Grund des sehr hohen Wellenganges und einer zu starken Strömung bereits am Freitag Abend kurzerhand vom offenen Meer in die Hafenbucht auf der gegenüberliegenden Straßenseite verlegt. Eigentlich kein allzu großes Problem, wenn es da nicht, zwischen all den Booten und Stegen, doch etwas wenig Platz im Startbereich geben hätte. Außerdem führte nur ein kleiner Steg zum Wasser, der nie und nimmer hunderten von Agegroupern pro Startwelle standgehalten hätte. Daher entschloss man sich zu einem sogenannten Time-Trial-Start. Was soviel heißt wie, dass pro Altersklasse immer zwei Athleten nebeneinander vom Start weg ins Wasser steigen und auf Kommando losschwimmen. Das ganze erfolgte immer in zwei bis drei Sekunden Abständen zum nächsten Athletenpaar. Der Vorteil für uns? Absolute keine Faust- und Positionskämpfe auf den ersten hundert Metern im Wasser. War zwar sehr gemütlich, weil man konnte ja von Anfang an seinen eigenen Rhythmus finden und auch problemlos schwimmen, aber irgendwie auch total unspektakulär und emotionslos. Irgendwie habe ich die Waschmaschine schon vermisst. Der Rest des Schwimmens verlief genauso problemlos wie der Start. Einzig der Schwimmausstig stellte sich als kleine Challenge.

heraus. Wir mussten nämlich über eine steile, enge und rutschige Art von Leiter aus dem Wasser steigen. Diese Leiter war allerdings nicht sehr breit und vertrug maximal 2 Wettkämpfer nebeneinander. Daher kam es auch immer wieder zu stauähnlichen Zuständen die wiederrum einige (viele) Sekunden gekostet haben. Aber was solls, ist ja eh für alle gleich. Nach 30 Minuten und 16 Sekunden hatte ich die Auftaktdisziplin beendet und machte mich hurtigen Schenkels auf den Weg in die Wechselzone um den, eigens für dieses Rennen trainierten, schnellsten Wechsel meiner Triathlonlaufbahn hinzulegen. Das "wie-ziehe-ich-mir-am-schnellsten-den-Neo-aus-Training" hätte ich mir getrost ersparen können, es gab nämlich eigene Neoprenauszieher vor der Wechselzone. Das einzige was ich machen musste war, mich auf den Boden zu legen und mir den Neo hüftabwärts runterreißen zu lassen. Somit stand meinem Wechselrekord nichts mehr im Wege.
Mit neuer - gefühlter - Wechselbestzeit schnappte ich mir meine, neben dem Penalty-Zelt geparkte Prinzessin, und begann meinen Bikesplit. Auch da bleibt mir im Nachhinein nur mehr zu sagen, wenn ich da nur schon gewusst hätte...

Die Radstrecke bestand aus einer 90 Kilometer langen Runde mit zwei Begegnungsbereichen und zwei kurzen Anstiegen in Form einer Brücke. Also, wie geschaffen für das Aufstellen von neuen Radbestzeiten. So ging es dann auch los. Puls und Watt am Anschlag fuhr ich die ersten 10 Kilometer - wohlgemerkt alleine - an unzähligen vor mir gestarteten Mitstreitern vorbei. Lange hielt diese Alleinfahrt aber nicht an. Binnen kürzester Zeit formierte sich ein Pulk von rund 30 Fahrern. Von da an gab es ein Mannschaftszeitfahren der Extraklasse. Die Führung wurde gewechselt, sämtliche Bodenunebenheiten und Kurven wurden angezeigt, alles wie es des Radsportlers Herz begehrt. Ziemlich verrückt wurde es, als sich gesamte Radgruppen gegenseitig zu überholen anfingen.
Man muss sich das einmal vorstellen, eine Radgruppe überholt eine andere und das bei großteils sehr engen Straßenverhältnissen. Für den Verkehr wurde nämlich, nicht wie bei uns üblich, die gesamte Fahrbahn bzw. Straße sondern meist nur eine einzige Fahrspur gesperrt. Das da nicht sehr viel Platz für Überhol- oder Ausweichmanöver bleibt versteht sich von selbst. Daher gab es im Verlauf des Rennens auch einige schwere Stürze mit Verletzungen.
Kurz nach der Radwende, so ca. um Kilometer 50 war es dann soweit. Ich fuhr zu diesem Zeitpunkt ganz am Ende dieser Radgruppe, als ich neben mir den Pfiff einer Trillerpfeife vernehmen konnte. Kurz nach rechts geblickt sah ich auch schon den Wettkampfrichter mit einer überdimensional großen roten Karte vor meiner Nase herumwacheln. "Jetzt hat es mich also auch erwischt" waren meine ersten Gedanken. Die erste Zeitstrafe meiner Triathlonkarriere. Da war ich wohl zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, den sogar die Wettkampfrichter waren gegen das Windschattenfahren machtlos. Was sollten sie auch tun, eine gesamte Gruppe von 30 Fahrern auf einmal abstrafen und das bei jeder einzelnen Gruppe? So viel Platz hätte es in den Penalty-Tents überhaupt nicht gegeben. So entschied man sich anscheinend dazu, wahllos einzelne Athleten aus den Pulks heraus abzustrafen

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. Da ich, wie schon gesagt, zu diesem Zeitpunkt am Ende der Gruppe gefahren bin, habe ich eben die A....karte gezogen. So nach dem Motto: Den letzten fressen die Hunde. Aufregen darf ich mich darüber aber nicht, weil verdient war die Strafe, zugegebener Weise, allemal. Das war übrigens der einzige Kampfrichter, den ich auf der ganzen Radstrecke gesehen habe.
Nach 2 Stunden und 10 Minuten (41,5 km/h Schnitt) war auch dieser Spuk vorbei. Rein in die Wechselzone, das Rad einem Helfer in die Hand gedrückt und ab ins Penalty-Zelt, die 4-Minuten-Strafe absitzen.

Nach absolvierter Strafe begab ich mich voller Motivation und Tatendrang auf die Laufstrecke. Der Halbmarathon war zwar großteils Eben und sehr gut zu laufen, jedoch ging es auch hier, wie bereits auf der Radstrecke, über eine Brücke mit ca. 12% Steigung. Pro Runde bedeutete das zwei lange und doch sehr steile Anstiege. Mit einem Schnitt von rund 3:50 am Kilometer absolvierte ich die Erste der beiden Laufrunden.
Mittlerweile war es schon ziemlich heiß geworden und es gab relativ wenig Schattenpassagen auf der Laufstrecke. Da es aber so ziemlich jede Meile eine vollbestückte Labestation gab, war das auch kein großes Problem. Leider war die zweite Runde nicht ganz so schnell wie die Erste, ich konnte aber doch einen sehr guten Laufsplit mit 1:22:33 abliefern.
Am Ende überquerte ich mit 4:12:58 (inkl. 4 Minuten Penalty) als 26. meiner AK und 157. Gesamt überglücklich die Ziellinie.

Mein Fazit:
Ich bin mit mir und meiner Vorstellung absolut zufrieden, zumal ich von der abgelieferten Leistung ja sogar noch um 4 Minuten schneller war. Natürlich hätte sich eine 4:08 in der Ergebnisliste besser gemacht, aber was solls. Ich bin auf jeden Fall um ein sehr gutes Rennen und jede Menge an Erfahrungen reicher. An dieser Stelle auch noch Glückwünsche an Ulli, Angelika, Thomas, Walter und Josef für ihre sehr guten Leistungen sowie an Siegrid und Fritz fürs unermüdlich anfeuern. Wir hatten alle zusammen wirklich 10 geniale Tage.

Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Rennen einmal zu versuchen. Sicher, es gibt hier keinen Mythos wie auf Hawaii und auch ist die 70.3 Rennserie (noch) nicht mit den Ironmanrennen vergleichbar. Nichts desto Trotz hatten wir eine wirklich würdige Weltmeisterschaft, an der auch so ziemlich alles gepasst hat. Bezüglich Organisation, Zuseher, etc. kann ich absolut kein schlechtes Wort verlieren. Die einzige Problematik stellt hier das Windschattenfahren dar.
Bis jetzt wahr ich immer der Meinung, wenn man draftet dann immer aus eigenem Willen. Diese Meinung muss ich - und ich bin bei Gott kein Windschattenfahrer - leider revidieren. Auf Grund der Flachen Strecke, der Startmodi und der doch sehr hohen Leistungsdichte ist dieses Rennen wahrscheinlich nicht draftingfrei zu bekommen. Das geht allen so. Vom Profi bis zum ältesten Agegrouper. Ist schade für den Urgedanken des Triathlonsports, aber kein Grund nicht an dieser WM teilzunehmen wenn man sich schon dafür qualifiziert hat.